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Museumsdorf Baruther Glashütte

29.06.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seien Sie hiermit herzlich eingeladen zu einem Besuch der Ausstellung „Glas und Europäisches Kulturerbe. Spurensuche in Glashütte“, die wir kommenden Sonntag eröffnen: Die zweite Ausstellung im Jahresprogramm des Museums Baruther Glashütte vermittelt anhand von über 100 ausgewählten Gläsern und anderen Artefakten den kulturellen Austausch und auch die personelle Mobilität in Europa. Sie ist vom 8. Juli bis Ende September 2018 im Sonderausstellungsraum ("Hüttenbahnhof") im Museumsdorf Baruther Glashütte zu sehen.

 

Die Gläser erzählen mit ihren Dekoren und Formen von europäischen Wechselwirkungen. Die gläsernen Stücke sind Träger von Informationen über Religion im christlichen Abendland, über freidenkerische Aufklärung in Europa, über Erfindergeist in der Industrialisierung, über militärische und politische Katastrophen und bezeugen unser Bemühen um die Bewahrung der Handwerkskultur im 21. Jahrhundert. Die Objektvielfalt ist groß. Sie reicht von der der imposanten Pfeife des Tafelglasmachers, die 5 Kilogramm wiegt, bis zu einem römischen Fläschchen, das keine 200 Gramm auf die Waage bringt. Uran- und Pressgläser waren patente Neuerungen im 19. Jahrhundert, böhmisches Kreideglas ließ sich gut schleifen, venezianische Murrini zitieren antike Vorbilder, Glasgranaten brachten Tod: Glas ist ein europäisches Phänomen.

 

Ein Abschnitt der Ausstellung ist der Vermittlung des kulturellen Wertes manuell gefertigter Tafelgläser gewidmet. Die zugehörigen Exponate sind Produkte der Glashütte Lamberts, mit der Museum und Glasstudio Baruther Glashütte eine Partnerschaft im Verbund "Manuelle Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas ist immaterielles Kulturerbe" unterhält. Skulpturen von Beate Bolender und Karsten Wittke zeigen, dass mundgeblasenes Tafelglas nicht nur unverzichtbar für die Denkmalpflege, sondern auch für die angewandte Kunst ist.

Ein Überblick über die Exponate bildet die Plattform www.museum-digital.de. Dort sind die Stücke unter „Museum Baruther Glashütte“ als Sammlung „Glas und europäisches Kulturerbe“ gelistet.

 

Zur Ausstellungseröffnung spielt Saxtwo: Matthias Wacker und Christina Unnerstall umrahmen mit Saxofonmusik die Einführung ab 15 Uhr am 8.7.2018.

Im Rahmenprogramm gibt es am 5. August um 14 Uhr eine Kuratorenführung mit Dr. Georg Goes und Michelle Retzlaff.

Am 8. September findet von 10-16 Uhr ein öffentliches Kolloquium zu mundgeblasenem Tafelglas statt. Alle Interessierte ebenso wie Spezialisierte wie Architekt*innen und Denkmalpfleger tauschen sich über das für Anwendungen in der Kunst, im Kunstgewerbe und in der Restaurierung unschätzbare handwerkliche Können der Tafelglasmacher und ihre traditionsreichen Produkte aus.

 

Diese Ausstellung wird gefördert von Kulturland Brandenburg 2018: „wir erben. europa in brandenburg brandenburg in Europa“. Kulturland Brandenburg steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke. Kulturland Brandenburg 2018 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und wird unterstützt von den brandenburgischen Sparkassen sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Wir danken auch der Stadt Baruth und dem Landkreis Teltow-Fläming für die Förderung des Jahresprogramms von Museum und Glasstudio Baruther Glashütte.

 

Über Ihren Ausstellungsbesuch wie auch eine journalistische Ankündigung und oder Berichterstattung würden wir uns freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Georg Goes

Museumsleiter

Museumsverein Glashütte e.V.

Hüttenweg 20

15837 Baruth/OT Glashütte

Tel.:033704-9809-15

Fax.:033704-9809-22

E-Mail: info@museumsdorf-glashuette.de

Bankverbindung: Mittelbrandenburgische Sparkasse

BLZ 16050000

Kto.-Nr. 3638000280

Steuer-Nr. 050-141-03165; VR-Nr. 6863-P

 

Manuelle Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und FlachglasMuseumsdorf Baruther Glashütte

Kunst und Kultur im Urstromtal

Prosit Glashütte – 300 Jahre Glashütte 1716|2016

 

Foto: Ausstellungsstück

 
 

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