Global Nachhaltige Kommune

Baruth/Mark

 

Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, knapper werdender Ressourcen, Armutsbekämpfung oder auch Krieg und Gewalt gewinnt der in der Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts von Hans Carl von Carlowitz geprägte Begriff der Nachhaltigkeit wieder weltweit an Bedeutung. Als verbindliches Leitprinzip kann Nachhaltigkeit innerhalb der planetaren Grenzen nur dann ein gutes Leben für alle Menschen und die natürlichen Lebensgrundlagen geben, wenn sich politische Entscheidungen national wie global, auf allen Ebenen, durch alle Akteure, daran ausrichten.

Aktuelles

#tatenfuermorgen
Baruth/Mark ist mit den Projekten "Bildung, Forschung und Transfer für kommunale Nachhaltigkeit" und "Partnerschaftsarbeit mit Murun (Mongolei) in Zeiten von Corona" ein Teil der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit!

 

Die Grundlage einer globalen Nachhaltigkeitspolitik wurde im September 2015 von der Weltgemeinschaft mit dem Referenz- und Orientierungsrahmen, der Agenda 2030, verabschiedet. Die 17 globalen Ziele der Agenda gelten als universeller Leitfaden, das Leben und die Lebensqualität der Menschen und kommender Generationen auf der Erde zu sichern. Die Agenda fordert dabei die Einbindung gesellschaftlicher Akteure im Sinne globaler Partnerschaft.

Globale Partnerschaft wird in Baruth/Mark seit 2011 mit der mongolischen Partnerstadt Murun gelebt. Die Projekte UNSER WASSER und UNSER HAUS sind ein bedeutender Praxisbeitrag der beiden Kommunen in der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele.

Um auf der lokalen Ebene, also vor Ort in Baruth/Mark und der Region, die nachhaltige Entwicklung umzusetzen, wurde am 9. Mai 2019 durch die Stadtverordnetenversammlung ein politischer Beschluss gefasst und die Musterresolution Baruth Mark [PDF] unterzeichnet.

Damit ist Baruth/Mark eine von über 140 Kommunen in Deutschland, die sich auf diese Weise öffentlich zu einer globalen Nachhaltigkeitspolitik bekennen.

 

Zeitstrahl - Baruth/Mark zur GNK

 

Als Global nachhaltige Kommune begrüßt Baruth/Mark die Anerkennung von Kommunen als zentrale Akteure der nachhaltigen Entwicklung, unterstützt die gemeinsame Verantwortung des Nordens und Südens für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt und fordert Bund und Länder auf, Kommunen zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele auf Augenhöhe einzubeziehen und kommunale Belastungen durch die Umsetzung internationaler Verpflichtungen auszugleichen.

 

Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigkeitsziele

 

Das Wertegerüst für "Die Transformation unserer Welt" umfasst 17 globale Ziele für die nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) mit insgesamt 169 Unterzielen.

Anfang 2017 hat die Bundesregierung die Neuauflage der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2018 [PDF] beschlossen und sich damit zur ambitionierten Umsetzung der Agenda 2030 bekannt. Die Umsetzung der Strategie wird die Herausforderung, da sie auf allen Ebenen - international, europäisch und national - mitgedacht und umgesetzt werden soll.

17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 1

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 2

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 3

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 4

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 4

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 6

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 7

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 8

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 9

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 10

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 11

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 12

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 13

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 14

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 15

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 16

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 17

Die 17 SDGs berücksichtigen erstmals alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – und ihnen sind fünf Kernbotschaften als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft.

 

Die Richtschnur für die Umsetzung durch Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stellt der Katalog der 17 Hauptziele dar, die universell gültig und vor allem in ihrer Gesamtheit eng miteinander verbunden sind. Wie schaut das dann in der Praxis aus?

Ziele und Indikatoren sind ein Werkzeug - 17 Zielen werden Nachhaltigkeitsindikatoren zugeordnet, die mit überwiegend quantitativen Zielen verknüpft sind. Das Ziel- und Indikatorensystem ermöglicht es, auch situations- und ortsbezogen den Prozess der nachhaltigen Entwicklung zu managen und zu steuern.

So kann beispielsweise eine Kommune anhand der Indikatoren und Ziele eine Bestandsaufnahme zur Nachhaltigkeit machen um sich anschließend Ziele zu setzen, die dann in einem regelmäßigen Nachhaltigkeitsbericht in der Umsetzung dargestellt werden können.

 

Baruther Bürger*innen Dialoge Nachhaltigkeit 2019

Die Veranstaltungsreihe der Baruther Bürger*innen Dialoge, moderiert durch Reinhard Hannesschläger, machte deutlich, was Nachhaltigkeit für Baruth/Mark bedeutet und wo nach Meinung der Bürger die Schwerpunktezu setzen sind.

 

Im Rahmen der "Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit 2019" besuchte das Filmteam von "Im Wandel" den 2. Baruther Bürger*innen Dialog Nachhaltigkeit. Das Video wurde produziert in Zusammenarbeit mit Brandenburg 21 e.V. und RENN.mitte. Dauer: 4:36 Minuten, zum Abspielen bitte anklicken.

 

Zu Beginn der Veranstaltungsreihe wurden möglichst alle Ideen der Teilnehmenden ohne Vorbehalte gesammelt. Die verschiedenen Ideen wurden an der Pinnwand in einer Matrix nach zwei unterschiedlichen Kriterien dokumentiert – auf einer horizontalen Zeitschiene und einer vertikalen Zuständigkeitsschiene. Durch ein Punktesystem wurden die Themen gewertet.

Die meisten gewählten Themen fielen in den Handlungsbereich der Stadt und sind, ganz im Sinne des Bürgerdialogs, eine Rückmeldung an den Bürgermeister, die SVV oder die Stadtverwaltung: Hier wollen die Bürger, dass etwas passiert!

Für alle anderen Themen wurde im Rahmen der Veranstaltung diskutiert, von wem die Initiative zu einer Umsetzung ergriffen werden kann.

 

Bürger*innen Dialog 1 - "Nachhaltigkeit in Brandenburg - Ein Überblick"

"Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Landkreis" | Thomas Bleschke, Klimaschutzkoordinator Landkreis Teltow-Fläming

"Wie aktiv sind Brandenburger Kommunen im Thema Nachhaltigkeit?" | Uwe Prüfer, Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft e.V. (BBAG)

"SDG - Indikatoren für Kommunen in der Praxis" -  ein studentisches Projekt am Beispiel Baruth/Mark (Lehrveranstaltung Kooperationsmanagment/TH Wildau) | Reinhard Hannesschläger, Projektleiter

 

Bürger*innen Dialog 2 - "Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten"

In den Kommunen – dort, wo die Menschen leben, arbeiten, ihre Freizeit verbringen, ihre Familien und Freunde haben – ist die Betroffenheit für Nachhaltigkeit am größten.

In den Städten, Kreisen und Gemeinden wird sich letztlich entscheiden, ob nachhaltige Entwicklung ein Erfolg wird. Deshalb ist die Art und Weise, wie Kommunen das Thema Nachhaltigkeit und die Umsetzung der SDGs angehen, von zentraler Bedeutung.

Bürgerdialog - RegionalladenBürgerdialog - Grünkonzept
Bürgerdialog - MobilitätBürgerdialog- saubere EnergieBürgerdialog - Regionale WertkreisläufeBürgerdialog - Gesundheitshaus
Bürgerdialog - neue Arbeitswelten, Digitalisierung, Co-Working SpacesBürgerdialog - nachhaltiges Bauen
Ziele aus den Bürger*innen Dialogen

 

Bürger*innen Dialog 3 - "Vermeidung von Plastikmüll"

Bei dem 3. Bürger*innen Dialog drehte sich alles um den Umgang mit Plastikmüll. Ideen, Anregungen und Best Practice Beispiele wurden gesammelt. Außerdem stellte die Stadt ihren neuen Mehrwegbecher Global Nachhaltige Kommune vor, der für Feste und Feiern ausgeliehen werden kann. Damit soll den Müllbergen an Einwegbechern entgegengewirkt werden. Die in das Design integrierten SDGs erinnern die Baruther und Barutherinnen derweil an ihre freiwillige Selbstverpflichtung.

 

Bürger*innen Dialog 4 - "Regionale Lebensmittel"

Für den 4. Bürger*innen Dialog wurden Erzeuger aus der Region eingeladen um direkt mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen.

„Welche Angebote gibt es in Baruth sich regional zu versorgen, wie kann langfristig ein attraktiver Wochenmarkt oder auch 'Regionalladen' entstehen und welche Erwartungen und Wünsche bestehen bei den Verbrauchern und wie können die Landwirte darauf reagieren?“

 

Bürger*innen Dialog 5 - "Nachhaltiges Bauen"

Als Schwerpunkt für den 5. Bürger*innen Dialog wurde das Thema Nachhaltiges Bauen gewählt.

Das Gebiet der Stadt Baruth/Mark ist eines der waldreichsten des Landkreises, dennoch  wird die regionale Holzwirtschaft in Bauvorhaben kaum eingebunden. Zur Diskussion um die Holzbauweise und das Thema nachhaltiges Bauen im allgemeinen wurde der Architekt Maik Westhaus eingeladen.

 

Bürger*innen Dialog 6 - "Grünkonzept der Stadt Baruth/Mark"

Bei dem 6. und vorerst letzten Bürger*innen Dialog ging es um Baruther Grünflächen.

Der Lenné-Park und das Hackland mit Obstbäumen, Pflegemaßnahmen, Entsiegelung von Flächen und Tipps für Insektenfreundliches regional angepasstes Pflanzenmaterial.

Vorgestellt von Ragna Haseloff, atelier8 - Landschaftsarchitekten

 

Foto-Bürgerdialog 5

Foto-Bürgerdialog 1

Foto-Bürgerdialog 3

Foto-Bürgerdialog 2

Foto-Bürgerdialog 6

Foto-Bürgerdialog 4

 

Nachhaltige Kommunale Partnerschaften
Baruth/Mark - Murun (Mongolei)

 

17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 17Kommunen in der Einen Welt

Als im Jahre 2011 der Bürgermeister der mongolischen Stadt Murun, Herr Khalter Byamba, die Archäologen bei den Ausgrabungen im Alten Schloss Baruth besuchte, war nicht abzusehen, dass sich daraus eine nachhaltige und inzwischen zukunftsweisende Städtepartnerschaft mit Baruth/Mark entwickeln würde. Bereits 2011 wurde ein offizieller Freundschaftsvertrag zwischen den Städten geschlossen, die mehr Gemeinsamkeiten haben als zu vermuten wäre – nämlich ausreichend Holz und Wasser.

Murun liegt in der Nordmongolei und die Region, auch die mongolische Schweiz genannt, wird durch Wälder und den Khuvsgulsee, der dem Baikalsee vorgelagert ist, geprägt. Durch alljährliche gegenseitige Delegationsbesuche hat sich die Partnerschaft gefestigt und im Rahmen eines Förderprogrammes des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, wurde 2015/16 ein erstes offizielles kommunales Kooperationsprojekt zu dem Thema Wasser und Abwasser umgesetzt. Der Erfolg dieses Pilotprojektes ermutigte beide Kommunen, gemeinsam ein weiteres Vorhaben umzusetzen, nämlich die Errichtung eines kommunalen Weiterbildungszentrums für Handwerk, Nachhaltigkeit und Ökologie in nachhaltiger Holzbauweise, kurz "UNSER HAUS" genannt. Die gelungene und mit viel Engagement und Leben erfüllte kommunale Zusammenarbeit zwischen Baruth und Murun gilt jetzt schon in der Mongolei und bundesweit als Vorzeigebeispiel im Engagement der nachhaltigen kommunalen Partnerschaft.

Gruppenfoto Muruner VerwaltungWorkshop zur Agenda 2030 und den 17 SDGs in der Stadtverwaltung Murun 2018

 

Unser Wasser 2015-16 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 6

In dieser Kooperation haben beide Kommunen zusammen gearbeitet - der städtische Eigenbetrieb der Stadt Baruth/Mark WABAU hat mit Fachwissen und gezielten niedrigschwelligen Aktivitäten in Murun die Arbeit der Wasserbetreibe unterstützt. So konnten durch die Installation des PAUL Wasserrucksacks in mehreren Schulen und Kitas aus Brauchwasser durch die Filterung Trinkwasser werden und im Bereich Arbeitsschutz wurde die lebensrettende Funktion und der Gebrauch von Gaswarngeräten geschult. Durch Schülerwettbewerbe an den Schulen wurde die Jugend für das gesamte Thema sensibilisiert und das Projektjahr wurde im Herbst mit dem Tag des Wassers und der Muruner Wasserkonferenz abgeschlossen.

 

UNSER WASSER - Trinkender Schuljunge

UNSER WASSER - PAUL Wasserfilter

UNSER WASSER - PAUL Wasserfilter und kommunale Partner

UNSER WASSER - Tag des Wassers (Schülerarbeiten zu Wasser)

UNSER WASSER - Abwasserreinigung Absicherung

UNSER WASSER - Gaswarngerät

UNSER WASSER - Labor

UNSER WASSER - Schulung Wasserwerke

 

 

Unser Haus 2016-19 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 11 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 9 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 4

Das Bauvorhaben zu "UNSER HAUS" startete mit den ersten vorbereitenden Planungen und Abstimmungen mit den mongolischen Behörden im Jahr 2016. Die Grundsteinlegung erfolgte im August 2017, die Bauarbeiten begannen im April 2018 und das Haus wurde Mitte 2019 schlüsselfertig den kommunalen Bauherren übergeben. Es wurde ausschließlich von mongolischen Bauleuten in Holzbauständerweise errichtet, die Wände sind nach deutschen Normen mit Steinwolle gedämmt und ein besonderes Augenmerk wurde auf hochwertige Fenster und Türen sowie ein regulierbares Heizungssystem und ein niedrigenergieeffizientes Pumpensystem gelegt.

Hier fanden gezielte Schulungen und Weiterbildungen durch deutsche Fachfirmen statt, wie zum Beispiel bei dem Einbau der speziellen Fenster und Türen durch das brandenburgische Unternehmen Spreewa, ebenso beim Einbau und dem Betrieb der Pumpen durch die WILO Niederlassung in der Mongolei sowie Montage Betrieb und Wartung der Mikrokläranlage durch den städtischen Eigenbetrieb der Stadt Baruth/Mark. Die Metallarbeiten am Dach, die Regenrinnen, Fallrohre und Fensterbleche wurden durch einen kleinen mongolischen Betrieb ausgeführt, der durch die GIZ geschult wurde.

Insgesamt ist die handwerkliche Qualität und Ausführung in allen Bereichen vorbildlich und zeigt das große handwerkliche Geschick der mongolischen Bauleute. Das Haus hat einen eigenen Brunnen, der auch als lokale Wasserabgabestelle genutzt wird. Zudem hat das Haus eine eigene dezentrale Mikrokläranlage. Das Haus ist somit ein praktisches und anschauliches Beispiel für die Potentiale einer nachhaltigen und energieeffizienten Bauweise in Murun und der Mongolei allgemein.

Das Haus wurde Ende 2019 der mongolisch-deutschen Stiftung für kommunale Entwicklung mit Sitz in Murun übertragen – die Stiftung kümmert sich sowohl von mongolischer als auch deutscher Seite um den Betrieb und das Angebot des Hauses als Weiterbildungszentrum und attraktiven Veranstaltungsort.

Mit einem großen Konferenzraum, zwei kleineren Tagungsräumen, Büro, Lager und Küche und vier Gästezimmern bietet das Haus ausreichend Platz für ein breitgefächertes Veranstaltungskonzept von beruflicher Weiterbildungen und Fachworkshops bis hin zu kulturellen Aktivitäten.

 

UNSER HAUS - Grundsteinlegung

UNSER HAUS - Bauprozess

UNSER HAUS - Fertig gebaut

UNSER HAUS - Gruppenfoto Eröffnung

 

 

 

Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten

 

Nachhaltiges Wirtschaften und Wertstoffkreisläufe sind für Baruth/Mark nicht gänzliches Neuland, denn die Wertstoffe Holz und Wasser bilden die Grundlage des Baruther Industriegebietes. Die Waldbestände in der Flächenkommune werden nach nachhaltigen Kriterien bewirtschaftet, Photovoltaik, Windenergie und Biogasanlagen sind in Betrieb, Landwirtschaft wird sowohl ökologisch als auch konventionell betrieben. Es lassen sich bestimmt noch viel weitere Beispiele aus privater, gewerblicher und kommunaler Initiative finden – aber es gibt zurzeit noch keine komplette Bestandsaufnahme Nachhaltigkeit Baruth/Mark.

Für eine Kommunale Nachhaltigkeitsstrategie Baruth/Mark als Querschnittsaufgabe in Politik und Verwaltung müssen die bestehenden und neuen Maßnahmen mit ausgewählten SDGs in Zusammenhang gebracht und sichtbar gemacht werden. In der hier aufgelisteten Themenwahl, die den Ergebnissen des Bürgerdialoges 2019 folgt, werden beispielhaft die Themen den 17 SDGs zugeordnet – die faktische Unterlegung mit Indikatoren und Daten ist in Arbeit und stellt sich als ein längerer Prozess dar.

Müllvermeiden: Mehrwegbecher 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 12

Im Bereich der Vermeidung von Plastikmüll ist die Kommune Baruth/Mark tätig geworden und bietet Vereinen, Bildungseinrichtungen sowie KiTas und Horten im Gebiet der Kommune Mehrwegbecher an. Die Mehrwegbecher sind nur für Kaltgetränke geeignet und stehn in verschiedenen Größen und Design in ausreichender Menge zur Verfügung. Die Ausleihe der Becher ist kostenlos und kann über ein Formular oder in persönlicher Ansprache erfolgen.

Mehwegbecher für Heißgetränke sind in Arbeit.

 

Für Rückfragen und Informationen wenden sie sich bitte an den Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik Karsten Wittke.

Per Telefon Montags-Freitags zwischen 08.00 und 16.00 Uhr unter 033704 679881 oder per Mail an

 

Mehrwegbecher im Einsatz 1

Mehrwegbecher mit SDG Icon

Mehrwegbecher im Einsatz 2

 

 

 

Mobilität im ländlichen Raum: Rufbus 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 11

Die Diskussion um die Mobilitäts- beziehungsweise Verkehrswende war auch abseits der Nachhaltigkeitsdebatte ein großes Thema für den ländlichen Raum. In Baruth/Mark ist man vor allem aufgrund der 12 Ortsteile und daher rührenden langen Wegen oftmals vom PkW abhängig.

Seit Mai 2020 verbindet daher der Rufbus die Baruther Ortsteile Mückendorf, Paplitz, Klasdorf, Radeland und Dornswalde sowie die touristischen Ziele Museumsdorf Glashütte, Wildpark Johannismühle und Bahnhof Klasdorf. Außerdem fährt er vom Baruther Bahnhof in die Innenstadt und zu dem Industriegebiet Bernhardsmüh.

 

Der Rufbus kann täglich zwischen 05.00 und 17.00 Uhr unter (03371) 628181, oder rund um die Uhr über die Rufbus-App bestellt werden.

 

Weitere Informationen über die Fahrtzeiten, den Streckenplan und die allgemeinen Beförderungsbedingungen sind auf der Website des VTF zu finden.

 

Regionale Wertkreisläufe 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 9

Ihr Text

 

Projekt Regionalladen 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 12

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Nachhaltiges Bauen 17 Nachhaltigkeitsziele - Ziel 11

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Baruther Schlossgespräche zur Nachhaltigkeit

 

Jeweils im September finden seit 2016 die Baruther Schlossgespräche zur nachhaltigen Entwicklung in Brandenburg statt. Hier treffen sich Vertreter*innen aus Brandenburger Kommunen, Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Verbänden, um sich in Vorträgen und Workshops über den aktuellen Stand des Bundeslandes Brandenburg zu dem Thema Nachhaltigkeit zu informieren und gemeinsam Empfehlungen und konkrete Forderungen an die Landesregierung zu erarbeiten.

Als eine der beiden global aktiven Kommunen in Brandenburg ist Baruth/Mark neben der Landeshauptstadt Potsdam in demThemenfeld sehr aktiv

Gruppenfoto 3. Baruther Schlossgespräche | Fotografin: Vanessa  BirnbaumGruppenfoto der Teilnehmer 3. Baruther Schlossgespräche am 27.September 2018 | Fotografin: Vanessa  Birnbaum

 

Baruth/Mark hat sich zum Ziel gesetzt, diese Aktivitäten zur Nachhaltigkeit auch im Wettbewerb der Kommunen als positiven Standortfaktor weiter zu entwickeln und sich in dem Zusammenhang für ein institutionalisiertes kommunales Nachhaltigkeitszentrum des Bundeslandes Brandenburg zu empfehlen. Die Baruther Schlossgespräche werden durch die Initiative von Engagement Global und der Landesregierung Brandenburg unterstützt.